Into The Map
Into The Map
Das Vermittlungskonzept „Into The Map“ versucht die Inhalte der Videoinstallation von Lu Yang gezeigt im FOTOARSENAL WIEN im Rahmen der Ausstellung Vienna Digital Cultures Festival (VDC 2026) durch Fragen zu vertiefen und zu erörtern. Dies geschieht durch das kollaborative Sammeln von Fragen und Antworten auf einer Wand mit Post-its. Als Anfangsimpuls werden Fragen auf Postkarten zur Verfügung gestellt, mit denen sich die Teilnehmenden durch in die Ausstellung bewegen.
Description
Diese Aufgabenstellung stellt eine Möglichkeit dar, sich der Auseinandersetzung mit einem komplexen Kunstwerk, in diesem Fall den Videoarbeiten der DOKU Trilogie von Lu Yang, welche buddhistische Thesen in Bezug auf das „Ich“ in einem digitalen Raum aufarbeiten, über die Methode des Fragens und kollaborativen Assoziierens zu nähern. Beim Fragen geht es hier nicht um das Abfragen von feststehendem Wissen und der Erwartung einer vermeintlich richtigen Antwort, sondern um gemeinsames Reflektieren, Eröffnen neuer Fragen und damit Eintauchen ins Thema. Die Verwendung von Post-its ahmt eine digitale Erfahrung des Postens eigener Beiträge und das Kommentieren anderer Beiträge nach.
Tasks and specific work steps
Einstieg in das Thema
Den Teilnehmer*innen wird Lu Yang und sein Werk vorgestellt.
Danach wird sich gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein ca. 20 Minuten langer Ausschnitt von Lu Yangs Videoarbeit angesehen.
Erörterung
An einer Wand, die sich in der Nähe befindet, wurden schon Post-its mit Impulsfragen vorbereitet. Auf dem in der Mitte steht eine allgemeine Frage zum Künstler Lu Yang, darüber sind vier Post-its mit Fragen die allgemein gestaltet sind und unten sind vier weitere Post-its mit weiterführenden Fragen, die sich spezifisch auf Lu Yangs Doku Trilogie beziehen.
Die Teilnehmer*innen werden nun aufgefordert, sich zu diesen Fragen Antworten oder weitere Fragen zu überlegen und auf ein eigenes Post-it aufzuschreiben. Es können beliebig viele Fragen beantwortet und gestellt werden. Das Ziel ist, ein Netzwerk aus Post-its herzustellen.
Reflektion
Nach 15 Minuten werden die Teilnehmer*innen gebeten letzte Gedanken und Fragen aufzuschreiben und hinzuzufügen. Danach wird die entstandene Sammlung gemeinsam mit der Gruppe besprochen. Kommen verschiedene Konzepte häufiger vor als andere? Haben sich Cluster gebildet (physisch und/oder thematisch)? Die Teilnehmer*innen können sich auch Post-its aussuchen, die ihnen ins Auge stechen oder sie besonders interessieren.
Unabhängig vom Workshop werden Kärtchen mit Fragen zur Verfügung gestellt mit denen Besucher*innen durch das Festival gehen und anschließend ihre Gedanken der Post-it Wand hinzufügen können.
Sources and References
Schweizerische Fachgesellschaft für Kunstpädagogik (Ausgabe 23; „kunstpädagogisch fragen“)
https://new.sfkp.ch/ausgabe/23
Sammlung an Artikeln von Menschen aus dem Bereich der Kunstvermittlung die sich mit dem Thema „Fragen“ beschäftigen
Subway Therapy (Matthew Chavez)
https://www.subwaytherapy.com/
Kunstinstallation bei dem das Publikum seine Gefühle durch Post-its ausdrückt
Images/Examples
Titelbild © 2026 by Stella Mondin is licensed under CC BY-SA 4.0
Sammeln der Gedanken/ Antworten zu den gestellten Impulsen © 2026 by Stella Mondin is licensed under CC BY-SA 4.0
Additional Information
Ermutigungen seitens den Autor*innen:
Dieses Vermittlungskonzept ist vielseitig einsetzbar, funktioniert mit kleinen wie großen Gruppen in allen Altersstufen und benötigt wenig Material.
Vorwissen und Vorbereitung
Das Konzept ist sehr simpel und erfordert kaum Vorarbeit was das Material betrifft. Es müssen lediglich die Fragen/Impulse vorbereitet werden, die als Anregungen dienen. Allerdings ist eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem behandelten Kunstwerk erforderlich.
Zugänglichkeit und Barrierefreiheit
Die Fragen können für besseres Sprachverständnis in unterschiedlichen Sprachen formuliert werden und die Formulierung müsste je nach Altersgruppe angepasst werden. Falls Personen mit Sehbehinderung anwesend sind, ist es wichtig die Fragen deutlich vorzulesen und eventuell auch als Braille-Fassung zur Verfügung zu stellen.